

ROSALÍA Essentials
Nie zuvor hat jemand Flamenco so modern dargeboten wie ROSALÍA. In Songs wie „Catalina“ aus ihrem Debütalbum von 2017 zeigt sich die spanische Sängerin noch als Meisterin des klassischen Stils dieses Genres – dank atemberaubender Gesangseinlagen, begleitet von einer mal vorpreschenden, mal abrupt abstoppenden Gitarre. Seitdem hat die Musikerin jedoch eine neue Richtung eingeschlagen und die Gitarre gegen R&B-Synthesizer eingetauscht. „MALAMENTE“, das erste „Kapitel“ ihres 2018 erschienenen Nachfolgealbums, ist ein Paradebeispiel für diese Fusion: Das taktgebende Händeklatschen scheint über Grenzen hinweg nachzuhallen und erinnert sowohl an die jahrhundertealten Rhythmen Kubas und Südspaniens als auch an die harten Beats von Hip‑Hop-Songs wie „Grindin'“ von Clipse. Auf „MOTOMAMI“ (2022) geht ROSALÍA schließlich noch einen Schritt weiter und verbindet Reggaeton mit avantgardistischem Minimalismus sowie anderen experimentellen Klangformen. „LUX” von 2025 baut auf dieser Arbeit auf. Jedoch: „‚MOTOMAMI‘ war minimalistisch” erklärt ROSALÍA. „‚LUX’ ist Maximalismus.” Man darf gespannt sein, wohin ihre musikalische Reise sie in Zukunft führt.