

Ein international verehrter Superstar zu sein, bedeutet nicht, dass man nicht auch verstanden oder umsorgt werden will. Und wenn man sich Tems’ EP „Love Is a Kingdom“ anhört, kann das diese Bedürfnisse sogar noch verstärken. Aber keine Sorge, denn Tems ist nicht nur eine bahnbrechende Alté-R&B-Sängerin. Sie kann mit ihrer Musik auch inspirieren und heilen – und ihre treue Fangemeinde daran erinnern, dass die stärkste Liebe die Selbstliebe ist. Schon beim Eröffnungssong „First“ setzt Tems auf einen anderen Ansatz. Und genau wie der Titel des Tracks verrät, hat ihr eigenes Glück nun Priorität. Später zweifelt sie in „I’m Not Sure“ die Hingabe eines Liebhabers an, kommt in „Big Daddy“ dann aber zur Erkenntnis, dass sie eigentlich keinen anderen Menschen gebraucht hat. „Lagos Love“ und „Mine“ sind stimmlich umwerfende Darbietungen der Zuneigung, und auf „Is There a Reason“ steigert sich schließlich alles zu einem fast religiösen Gebet und Zeugnis. Tems sieht die Liebe als ein Königreich – aber eines, das nicht exklusiv ist. Für sie sind dort alle willkommen, die bereit sind, es mitzugestalten und zu schützen.